Adolf Eichmann, einer der Hauptverantwortlichen für die Organisation des Mordes an Millionen Menschen in Auschwitz, im Verhör 1961:

„Ja […], ich habe zum ersten Mal im Leben auf einer solchen Konferenz […] teilgenommen, das geht eben sehr ruhig, sehr freundlich, sehr höflich und sehr artig und nett zu und es werden nicht viele Worte gemacht, es dauert auch nicht lange, es wird ein Cognac gereicht durch die Ordonnanzen und dann ist die Sache eben vorbei. So ungefähr spielte sich die Wannsee-Konferenz ab.“

Die Wannsee-Konferenz, bei der der bereits begonnene Holocaust in die trockenen Worte eines Protokolls gefasst wurde.

Aussagen wie diese sind im Licht der Verbrechen, die im Zuge der sogenannten „Endlösung der Judenfrage“ begangen wurden, an Zynismus nicht zu überbieten.
Aussagen wie diese sind im Zusammenhang der Beschäftigung mit Auschwitz nicht zu überbieten.
Aussagen wie diese sind ein Schlag ins Gesicht der Opfer, ein Schlag ins Gesicht auch des Zeitzeugen Wacław Długoborski, den die Teilnehmer der Studienfahrt 2017 nach Polen erleben durften.

Wir Nachgeborenen können die Ungeheuerlichkeit von Verharmlosung und scheinbar technokratischer Sprache erst begreifen, wenn wir uns mit Auschwitz beschäftigen.
Auch deshalb ist das Angebot dieser Studienfahrt für die zehnte Jahrgangstufe so wichtig.