Die ersten beiden Schultage nach den Weihnachtsferien und das darauffolgende Wochenende nutzten die 8. Klassen, um ihre im Skilager der 7. Klassen erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten im alpinen Skilauf auszubauen oder zu festigen; eine erfreuliche Entwicklung, nachdem sich in den letzten Jahren die Ersatzveranstaltung für die einst einwöchige Ski-Fahrt der 8. Jahrgangsstufe – ein Wintersporttag im Thüringer Wald – als immer schwieriger realisier- und organisierbar erwiesen hatte.

Skilauf alpin ist fester Bestandteil des bayerischen Sport-Lehrplans. Um diese in höchstem Maße gesundheitsfördernde Sportart erfolgreich zu lehren, wären mindestens zwei Wochen Skiunterricht nötig. Die Fachschaft Sport ist aber glücklich darüber, wieder zwei Schultage in der 8. Jahrgangsstufe für geschlossene Ganztagesskikurse zur Verfügung zu haben.

Nach der Anreise in das größte Skigebiet Österreichs ging es am späten Nachmittag von unserem Quartier, dem bestens gelegenen Mitteregghof, aus gleich auf die Piste hinaus in den griffigen Kunstschnee, auf den sich in den Nächten vor unserer Anreise eine zarte Pulverschneeschicht hingebreitet hatte.

An den nächsten zwei Tagen machten sich die insgesamt 53 Schüler, aufgeteilt in fünf Gruppen, auf, das riesige Skigebiet von Saalbach/Hinterglemm/Leogang/Fieberbrunn zu erkunden und die Skitechnik bei herrlicher Wintersonne und tiefblauem Himmel zu verbessern.

Die Bereitschaft, Hilfestellungen zu geben und anzunehmen, wird neben anderen sozialen Kompetenzen beim Skifahren in der Gruppe hervorragend vermittelt, da sich im alpinen Gelände ständig unvorhersehbare Situationen entwickeln, in denen die Gruppenmitglieder auf gegenseitige Unterstützung angewiesen sind. Durch gemeinsame Erlebnisse und Erfolge in der Gruppe werden wichtige Eigenschaften wie Teamgeist, Kommunikation und Motivation gefördert.

Der abendliche Vortrag eines Bergführers von der Hinterglemmer Bergwacht zog die aufmerksam zuhörenden Schüler in ihren Bann. Spannend, aber auch Bestürzung hervorrufend, berichtete der Fachmann von den Gefahren der Berge, von Lawinenabgängen und dabei Verunglückten, die er selbst mit ausgegraben hatte; auch Infrastruktur und Belange der Umweltpolitik wurden thematisiert. So mussten viele überrascht zur Kenntnis nehmen, dass der Kunstschnee sich positiv auf Vielfalt und Üppigkeit der Vegetation der Almwiesen auswirkt.

Die Organisatoren freuen sich schon auf eine rege Teilnahme im Winter 2017!