Engagement für Menschenrechte: Der Amnesty International Briefmarathon

Zahlreiche Lerngruppen aus Ethik, Religion und Politik haben in diesem Jahr am weltweiten Briefmarathon von Amnesty International teilgenommen. Damit haben sie ein starkes Zeichen für Menschenrechte gesetzt.

Der Amnesty Briefmarathon ist eine jährlich stattfindende Aktion, bei der Millionen Menschen weltweit Briefe, E-Mails und Postkarten schreiben, um auf die Schicksale von zu Unrecht bedrohten oder inhaftierten Personen aufmerksam zu machen und diesen Mut zuzusprechen. Ziel ist es, durch öffentlichen Druck Veränderungen zu bewirken – sei es die Freilassung politischer Gefangener oder die Aufhebung ungerechter Urteile.

In diesem Jahr setzten sich die Schüler und Schülerinnen unter anderem mit der Anwältin und Kommentatorin Sonia Dahmani aus Tunesien auseinander. Sie setzt sich vor Gericht, aber auch in Radio und Fernsehen für Menschenrechte ein, spricht Rassismus an und macht auf die Zustände in tunesischen Gefängnissen aufmerksam. Verurteilt wurde sie wegen „Verbreitung falscher Nachrichten“ – ein politisch motiviertes Urteil. Durch den Amnesty Briefmarathon erfuhr ihr Fall weltweite Aufmerksamkeit, was den Druck auf die Behörden erhöhte und mittlerweile schon ihre Freilassung bewirkte. Die Aktion zeigt, wie wichtig jeder einzelne Beitrag bei der Verteidigung der Menschenrechte ist.

Wir hoffen sehr, dass der Briefmarathon auch noch positive Auswirkungen für die anderen, in diesem Jahr vorgestellten Menschenrechtsverteidiger mit sich bringt.