Neue Rettungsschwimmer am Alex

Neue Rettungsschwimmer am Alex

Lange Zeit war es unseren Abiturientinnen und Abiturienten nicht möglich, ihren geplanten Rettungsschwimmer abzulegen. Nun konnten neun unserer Oberstufenschülerinnen und -schüler aus dem Abiturjahrgang 2021 diesen wichtigen Schein ablegen und sind ab sofort bestens für den Ernstfall vorbereitet.

Am Gymnasium Alexandrinum haben die Teilnehmer des Additums Sport in den vergangenen Jahren die Möglichkeit bekommen, im Rahmen des Schwimmunterrichts das Rettungsschwimmabzeichen zu erwerben. Die neun angehenden Rettungsschwimmer und- innen, die dieses Frühjahr ihre Abiturprüfungen in Sporttheorie und -praxis ablegten, hatten zu diesem Zeitpunkt kaum eine Möglichkeit, auch noch das Abzeichen zu absolvieren. Deswegen nutzten sie die Zeit nach den Abiturprüfungen, um dies nachzuholen.

Sie mussten einen umfangreichen praktischen Prüfungskatalog absolvieren. Dazu gehörten Disziplinen wie z.B. das Befreien aus Umklammerungen, Tief- und Streckentauchen, Kleiderschwimmen, Transportieren und Abschleppen und vieles mehr. Auch theoretische Inhalte waren Teil der mehrere Monate dauernden Ausbildung und wurden am Ende des Kurses schriftlich geprüft. Schließlich musste jeder Teilnehmer seine Kenntnis über Erste-Hilfe-Maßnahmen nachweisen.

Alle Alexandriner legten die Prüfungen mit Erfolg ab! Gerade in einer Zeit, in der die Rate der Nichtschwimmer massiv steigt – auch bedingt durch die pandemischen Einschränkungen – ist es umso erfreulicher, dass sich so viele junge Menschen durch ihr sportliches Engagement auszeichnen und durch den Erwerb der Rettungsfähigkeit einen wertvollen, aktiven Beitrag zum Allgemeinwohl leisten.

von links nach rechts: Larissa Bednorz, Jil Straub, Mátjàs Kolocsai, Lea Zschauer, Clara Wölfel, Annika Erhardt (es fehlen: Gero Apeligan, Nele Singendonk, Sophia Brenner)

Kennenlerntage in Altenstein

Das Schuljahr begann für unsere neuen Fünftklässler mit einem dreitägigen Ausflug ins CVJM-Haus in Altenstein. Für die allermeisten der erste mehrtägige Schulausflug!

Nachdem die Zimmer verteilt und die Betten bezogen waren, begann der erste Tag mit jeder Menge Kennenlernspiele, die die Tutoren organisierten. Anschließend ging es an die Bastelaktion – mit buntem Papier, Glitzernuggets und Filzstiften wurden aus alten Schuhkartons tolle Erinnerungsboxen, in der die ersten Erlebnisse an der neuen Schule gesammelt werden können. Nach dem leckeren Abendessen ging es dann noch auf Nachtwanderung! Im Dunkeln konnten wir die angestrahlte Burgruine und den klaren Sternenhimmel bewundern.

Nach einer (eher kurzen) Nacht führte uns die Herbergsmutter durch den Sinnesparcours: Die Schüler und Schülerinnen ertasteten Zapfen, Nägel und Sektkorken, konnten die Schwingungen einer Stimmgabel spüren und den Geruchs- und Geschmackssinn am Kräuterbeet testen. Beim Chaosspiel powerten sich nochmal alle aus, sodass wir der anschließenden Burgführung konzentriert lauschen konnten. Der weitere Tag stand ganz im Zeichen der Klassengemeinschaft: Zunächst versuchten die Schüler und Schülerinnen beim Team-Tower aus einzelnen Bauklötzen einen Turm zu bauen. Die Crux an der Sache: Der „Kran“ war an vielen Schnüren befestigt und konnte nur mit guter Absprache und im Team bewegt werden. Aber nach kurzer Zeit hatte sich die Klasse gut abgestimmt und hievte erfolgreich einen Klotz auf den anderen. Anschließend stellten die Schüler und Schülerinnen noch ihre Klassenregeln zusammen und wählten die beiden Klassensprecher:innen. Nach so einem ereignisreichen Tag fielen manchen die Augen auch schon bei der Gute-Nacht-Geschichte zu.

Tag 3 begann mit dem Packen und Aufräumen der Gruppenräume. Nach dem Frühstück war es dann auch schon Zeit für die Abschlussreflexion, ein paar letzte Spiele und die Rückfahrt nach Coburg.

Insgesamt ein absolut gelungener und ereignisreicher Ausflug, bei dem wir uns alle noch viel besser kennengelernt haben und zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen sind.

Unsere Klassenfahrt nach Ilmenau

Wir, die 6b und 6d, fuhren vom Dienstag, den 21. September, bis zum Freitag, den 24. September 2021, ins Schullandheim nach Ilmenau. Dort besichtigten wir am Tag der Anreise mit einer Stadtrallye die Innenstadt und besuchten einen Glasbläser. Dieser Künstler zeigte uns, wie er nur aus einer Glasstange eine Vase zaubern konnte. Danach waren die meisten Kinder so begeistert, dass sie etwas aus seinem Laden kauften. Da der Tag schon fortgeschritten war, gingen wir wieder in die Jugendherberge. Als wir dort ankamen, wollten die meisten von uns nur noch ins Bett…

Am nächsten Tag war strahlender Sonnenschein. Wir wollten eigentlich auf einen Berg namens Kickelhahn, aber die Lehrer meinten, das sei ein zu weiter Weg. Deswegen gingen wir zu einem kleinen Tiergarten in der Nähe der Jugendherberge. Dort gab es viele süße und interessante Tiere, und auf einem Spielplatz versuchten wir Goethes Gedicht „Wandrers Nachtlied“ zu rekonstruieren, das ihm eigentlich auf dem Kickelhahn eingefallen ist. Am Abend grillten wir in der Herberge Thüringer Rostbratwürste; Luiselotte und Herr Beyer spielten Gitarre und wir sangen dazu. Das war sehr schön.

Den Mittwochvormittag verbrachten wir im coolen Kids Play Land. Das war echt super: Es gab riesige Trampoline und Vieles mehr. Nachmittags waren wir in einem Museums-Bergwerk. Dort erklärte uns ein Angestellter, wie die Leute früher Mineralien abgebaut haben.

Am Freitagvormittag fuhren wir dann mit dem Bus wieder nach Hause. Es war insgesamt eine sehr schöne Klassenfahrt!

Luiselotte Seltmann und Finja Selzer, 6b

Die Alex-Schulsport-Stafette #jugendtrainiertbewegt

Unser Sportfest in neuem Gewand

Im Rahmen der Aktionswoche der Schulsport-Stafette #jugendtrainiertbewegt konnten wir, die Sportfachschaft Sport, den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Alexandrinum trotz all der Einschränkungen der vergangenen Monate ein großartiges und erlebnisreiches Sportfest ermöglichen. Die Schülerinnen und Schüler trafen sich an der Benno-Benz-Anlage zum gemeinsamen Spielen, Turnen, Laufen u.v.m.

So fanden neben unseren traditionellen Klassenturnieren in Brenn- und Völkerball die unterschiedlichsten Stafetten für unsere Schüler und Schülerinnen statt. Dort konnten sie die Bewegungs- und Geschicklichkeitsaufgaben, welche von den Verbänden im Rahmen des Bundeswettbewerbs der Schulen ausgearbeitet wurden, ausprobieren und ihr Können unter Beweis stellen. Die Stafetten wurden in Kooperationen mit unseren zahlreichen Partnervereinen durchgeführt. So konnten die Schüler in völlig neue Sportarten hineinschnuppern. Dabei durften sie auch „ausgefallene“ Sportarten ausprobieren, beispielsweise Hockey und Inlineskaten. Aber auch klassische Sportarten, wie Handball mit dem HSC 2000, Basketball mit dem BBC, Fußball, Volleyball oder Gerätturnen standen auf dem Programm. Jedes Kind konnte mit Hilfe einer Laufkarte viele Punkte für das Klassenergebnis sammeln: je mehr Stafetten geschafft wurden, desto besser. Zwischendrin stärkten sich die fleißigen Sportler in unserem Sportlercafé mit leckeren Melonenbechern, Waffeln und vielem mehr. Der Höhepunkt der Veranstaltung war die Hindernis-Staffel, in der sich die Klassen innerhalb der Jahrgänge packende Duelle lieferten.

Abschließend fand die große Siegerehrung am Ende des großen Sporttages statt, bei der neben den Klassenturniersiegern alle Jungen und Mädchen für die erfolgreiche Teilnahme bei der Schulsport-Stafette eine Urkunde überreicht bekamen.

Wir bedanken uns herzlichst bei allen Schülerinnen und Schülern, Kolleginnen und Kollegen sowie den sportlichen Partnern und Sponsoren für die großartige Unterstützung bei diesem gelungenen Sportfest. Wir sind sehr stolz, dass wir in diesem Jahr dank der Aktionswoche eine solch wunderbare Veranstaltung für die gesamte Schule auf die Beine stellen konnten und freuen uns schon sehr, dies hoffentlich im kommenden Jahr wiederholen zu können und unsere Schulgemeinschaft erneut zu begeistern.

A bisserl Sport geht immer

Keep on Moving – Sport im Distanzunterricht

„Die Corona-Pandemie stellt die Schulen vor große Herausforderungen. Insbesondere beim einzigen Bewegungsfach Sport sind im Distanz- und Wechselunterricht kreative und innovative Ideen gefragt, um die Schülerinnen und Schüler weiter zu motivieren, sportlich aktiv zu sein.“ So sieht es die Landesstelle für den Schulsport vor und dies haben sich auch die Sportlehrer*innen des Alexandrinum auf die Fahne geschrieben. Sie bieten ihren Schüler*innen Woche für Woche neue Sportangebote für zuhause – zur Gesunderhaltung, zur Abwechslung, als Ausgleich oder einfach nur um Spaß zu haben. Neben gemeinsamen Sporteinheiten über Teams-Konferenzen standen verschiedenste Wochenaufgaben und Challenges auf dem Plan. Es wurde gemeinsam der Jerusalema-Dance getanzt, in der Faschingszeit verkleidet, oder mit Alltagsgegenständen wie z.B. Putzlappen, Toilettenpapierrollen und Stühlen oder selbstgebastelten Geräten an der körperlichen Fitness gearbeitet. Immer wieder wurden neue kreative FitnessWorkOuts mit und ohne Geräte von den Sportlehrkräften gestaltet und sogar in Videos auf der eigenen Sportpadletseite festgehalten. Auch in den Bereich der Bewegungskünste wurde hineingeschnuppert und so lernten einzelne Gruppen jonglieren und andere Tricks. Das Thema gesunde Ernährung war ebenfalls Bestandteil des Distanzunterrichts und so fand am Bildschirm ein gemeinsames und vor allem gesundes Frühstück statt. Um nicht nur sich selbst, sondern auch der Umwelt Gutes zu tun, zogen einige Fünftklässlerinnen los und testeten den schwedischen Fitnesstrend „Plogging“, bei dem es darum geht, zu joggen und nebenbei den in Grünanlagen herumliegenden Müll aufzusammeln. Die dabei absolvierten Kilometer oder Schritte waren wiederum wichtiger Bestandteil der klassenübergreifenden Laufchallenge „Fit in den Frühling“. Anschließend konnte man sich bei Yogaeinheiten wieder so richtig entspannen und neue Kraft schöpfen. So wurden immer wieder Anreize geschaffen, den Schreibtisch für ein bisschen Bewegung zu verlassen. Nichtsdestoweniger hoffen alle Beteiligten auf Spiel, Spaß und Bewegung – und zwar gemeinsam und nicht hinter dem Bildschirm. In diesem Sinne „keep calm and do sports“

Hier ein paar Impressionen vom Plogging:

Agenten-Lager in Neukirchen – Kennenlerntag 2020/21

Unsere Fünftklässler begaben sich zu Schuljahresbeginn auf geheime Mission… In der Evangelischen Jugendbildungsstätte in Neukirchen schlüpften die Kinder in die Rolle von Agenten, die knifflige Fälle lösen mussten.

Unter Anleitung der Erlebnispädagogin Ulrike Baetjer wurden verschiedene Fähigkeiten trainiert, um dann mit Kombinationsgeschick und vor allem Teamwork Rätsel zu lösen und gemeinsam den Verbrechern auf die Spur zu kommen. Die Kinder, Klassleiter und Tutoren hatten dabei jede Menge Spaß, lernten einander besser kennen und legten einen guten Grundstein für die Klassengemeinschaft.

Natürlich ist auch für nächstes Schuljahr ein spannender Kennenlerntag für unsere neuen Fünftklässler geplant!

CO2-frei über die Alpen P-Seminar Transalp

Ein Seminar, ein Ziel: Mit dem Mountainbike über die Alpen – dieser Challenge stellten sich 14 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Alexandrinum mit ihrem Kursleiter, Herrn Lehmann, im P-Seminar „Transalp“. Die Durchführung eines so großen Vorhabens erfordert eine sehr lange und gründliche Planung. Wie aufwändig ein solches Projekt letztendlich ist, stellte sich für uns Teilnehmer erst mit der Zeit heraus.

Die ersten Vorbereitungen begannen bereits im September 2019. Wir wollten die Alpen in einer Woche CO2-frei von Deutschland nach Italien überqueren. Für eine effektive Planung teilten wir uns in zwei Teams auf:

Das Routen-Team war zuständig für die Ausarbeitung einer geeigneten Strecke sowie für das Finden von Unterkünften. Die Route sollte anspruchsvoll, aber gleichzeitig für uns alle machbar sein – keine leichte Aufgabe!

Mithilfe von Karten, Reiseführern und dem Internet erstellte zunächst jedes Team-Mitglied die Grobplanung einer eigenen Strecke mit Herausarbeitung der Streckenlänge pro Etappe sowie den zu leistenden Höhenmetern, sodass uns am Ende sieben verschiedene Routen zur Verfügung standen.

   

Neben dem Routen-Team gab es das Budget-Team, welches sich um die Finanzierung zu kümmern hatte. Es mussten Sponsoren gefunden werden, die unser Projekt auf unterschiedliche Weise unterstützten, und durch Aktionen wie Pausenverkäufe in der Aula sollte zusätzlich Geld eingebracht werden, um die Kosten für uns Teilnehmer möglichst gering zu halten.

Parallel zur Planung lief unsere sportliche Vorbereitung. Mit viel Engagement setzte sich Herr Lehmann durch regelmäßige gemeinsame MTB-Touren in der Coburger Umgebung für den Aufbau der nötigen Kondition ein. Zudem hatte jeder von uns ein individuelles Training zu absolvieren, um für die bevorstehende Herausforderung fit zu werden. Wir lernten an steilen Abfahrten die Technik der Radbeherrschung, während die nicht weniger steilen Anstiege jede Muskelfaser und jedes Lungenbläschen unseres Körpers aktivierten. Da ahnten wir jedoch noch nicht, an welche Grenzen wir später noch gehen müssen…

Für das Training war unser Sponsor „Fitnessfabrik Coburg“ ein Glücksfall, da man sich hier bei jeder Wetterlage unter konstanten Bedingungen sehr vielfältig vorbereiten konnte.

Das war jedoch noch nicht alles, was zu unserer Vorbereitung gehörte. Wir mussten nämlich auch in der Lage sein, einen Defekt am Fahrrad eigenständig reparieren zu können. Daher lernten wir bei Markus Weidner, einem echten Fahrradexperten, wie man einen platten Reifen, eine herausgesprungene Kette oder eine geschundene Gangschaltung wieder repariert. Hierbei durften wir selber Hand anlegen. Zudem gab uns Markus zusätzlich viele hilfreiche Tipps, zum Beispiel welche Werkzeuge man benötigt, um für nahezu alle technischen Problemfälle gewappnet zu sein (und da kam so Manches zusammen!).

Im Januar 2020 legten wir schließlich unsere Route fest. Nach Vorstellung aller infrage kommenden Strecken entschied sich das Seminar für die Strecke vom Tegernsee zum Gardasee. Unser Plan war, insgesamt 374 Kilometer innerhalb von 7 Tagen bei 8817 Höhenmetern zu absolvieren.

Bis dahin gestaltete sich unser Projekt weitgehend problemlos. Die Trainingsvorbereitungen liefen, einige Sponsoren wurden schon gefunden und die Route stand fest. Doch dann verbreitete sich das Corona-Virus in der Welt und veränderte Vieles – und auch unseren Plänen machte es einen Strich durch die Rechnung. Der Zielort in Italien war plötzlich unerreichbar für uns, und das lag nicht an dem ein oder anderen Trainingsrückstand. Aufgrund der auf unbestimmte Zeit geschlossenen Grenzen musste die geplante Route stark verändert werden, sodass nicht nur der Start-, sondern auch der Zielort in Deutschland lag – aber dennoch in den Alpen. Die umfangreichen detaillierten Planungen sowie die Buchungen der Quartiere waren also umsonst. Und auch auf unser Training hatte die Corona-Pandemie Einfluss, denn wir konnten nicht wie zuvor in der ganzen Gruppe trainieren, sondern jeder war auf sich alleine gestellt. Herr Lehmann schickte uns regelmäßig Wochenziele, die wir erreichen sollten, und überprüfte unseren Trainingstand mit der Abfrage von Trainingsplänen.

Nachdem es uns zur geplanten Zeit (Juli) wegen des umfangreichen Unterrichtausfalls nicht genehmigt wurde, die Alpen im Schuljahr 2019/20 zu überqueren, fanden wir nach langer Überlegung und Neuplanung eine Alternative. Anders als zuvor geplant teilten wir unsere Route auf zwei Wochenenden im September des neuen Schuljahres auf, um das Projekt mit möglichst wenig Unterrichtversäumnissen durchzuführen.

Also ging es für uns verspätet am 17. September 2020 mit dem Zug vom Coburger Bahnhof los. Begleitet wurden wir außerdem von Frau Dittrich (Sportlehrerin), Urs, der beeindruckende Bilder und Videos während unserer Tour machte und Olli (Fahrer des Begleitfahrzeugs).

Gegen Nachmittag kamen wir am Startpunkt Spitzingsee an, wo unser Begleitfahrzeug mit unseren Fahrrädern, die wir am Vortag an der Schule eingeladen hatten, bereits auf uns wartete.

Von dort aus startete unsere erste Etappe: 500 Hm und 5 km zur Schönfeldhütte. Die vergleichbar einfache Etappe meisterten alle problemlos, und auf der Hütte durften wir uns auf ein leckeres Abendessen freuen.

Etappe 2 hingegen war mit 1300 Höhenmetern und 50 Kilometern deutlich anspruchsvoller. An diesem Tag erwarteten uns neben schön befahrbaren Strecken aber auch einige Wege, die nicht gerade zum Fahren geeignet waren (z. B. Bachläufe). Da mussten wir alle fest anpacken und unsere Fahrräder tragen. Zum Glück waren die Jungs für die Mädchen hier sehr hilfsbereit und haben beim Tragen geholfen.

Die dritte Etappe stellte sich als anspruchsvollste der gesamten Tour heraus. Sie begann harmlos mit kleinen Anstiegen, größtenteils verlief sie dennoch flach. Erst zum Ende hin erwartete uns ein anspruchsvoller Anstieg von 1000 Höhenmetern – eine große Herausforderung für alle im Team.

Es bildeten sich kleine Gruppen, da jeder sein eigenes Tempo fahren sollte, sodass wir zeitversetzt unsere Hütte, das Karwendelhaus, erreichten. Das Wichtigste war jedoch, dass es alle geschafft hatten.

Der letzte Tag des ersten Wochenendes war für keinen von uns ein Problem, denn bei dieser Etappe zählten wir die Höhenmeter vor allem bergab. Das Ziel war der Bahnhof in Mittenwald, von wo aus wir mit dem Zug wieder nach Hause fuhren. Mit dieser Etappe endete für uns ein Wochenende mit optimalen Bedingungen für sportliche Aktivitäten in den Alpen. Der Spätsommer bescherte uns warmes und sonniges Wetter und leistete seinen Beitrag zur guten Laune in der Gruppe, und so stieg auch unser Selbstvertrauen für den zweiten Teil der Challenge vier Tage später.

 

Als Herr Lehmann uns bei einem unserer Vorbereitungstreffen deutlich machte, wie unberechenbar das Wetter in den Alpen sei, konnten wir uns nach der ersten Wochenend-Tour im September nicht vorstellen, dass seine Einschätzung sehr realistisch war – leider! Der zweite Teil unserer Unternehmung begann eine Woche später am 24. September. Schon bei der Ankunft am Startort Berchtesgaden regnete es und hörte auch den ganzen Tag nicht auf. Wir sehnten uns nach einer Dusche, gutem Essen und einer bequemen Matratze für die Nacht, und zum Glück bekamen wir alle drei Wünsche erfüllt. Der vierte Wunsch – die zweite Etappe im Trockenen zu absolvieren – ging jedoch nicht in Erfüllung.

So wappneten wir uns mit Regenjacke, Regenhose und den Überzügen für Helm und Schuhe. Dennoch kamen wir am Ende nach 50 km und 1230 Höhenmetern alle völlig durchnässt und erschöpft an der Traunsteiner Hütte an.  Eine warme Dusche und trockene Kleidung, und dann konnte einem entspannten und gemütlichen Abend auf der Hütte nichts mehr im Wege stehen – dachten wir zumindest.

Doch beim Blick aus dem Fenster bemerkten wir, dass es nicht mehr regnete. Stattdessen fielen weiße Flocken vom Himmel, und zwar nicht gerade wenige. Es schneite die ganze Nacht durch, sodass wir am nächsten Morgen ein Winterwunderland zu sehen bekamen – im September!

Nach einer Team-Besprechung stand die Entscheidung fest: wir würden auf der Hütte bleiben. Der hohe Schnee brachte uns das geplante Tagesziel in unerreichbare Ferne. So saßen wir auf der Hütte fest und verbrachten die Zeit mit Wintersport (Schneeballschlacht und Schneemann bauen), spannenden Brettspielen und … ach ja, einer privaten Mathe-Stunde mit Herrn Lehmann und Frau Dittrich.

Am darauffolgenden Tag lag noch immer Schnee, und so machten wir uns dennoch mit unseren Bikes auf den Weg.

Wir wählten die kürzeste Route zu unserem planmäßigen Zielort Oberaudorf. Die Räder wurden anschließend in Ollis Transporter verstaut und wir nahmen den Zug nach Coburg, wo wir am Sonntagabend um ca. 17 Uhr ankamen.

Ein Seminar, ein Ziel: Wir haben in diesem Jahr sehr viel gelernt, z. B. dass man manchmal seine Ziele den Umständen anpassen muss. Aber vor allem wurde uns bewusst, wie wichtig es ist, in einem Team zusammenzuhalten, stets das Beste aus ungewöhnlichen Situationen zu machen – und niemals die gute Laune zu verlieren!

Das Team (von links nach rechts): Frau Dittrich, Philipp Erhardt, Herr Lehmann, Mátyás Kalocsai, Gero Apeligan, Mika Leißner, Allegra Ochsenreither, Alexander Schiweck, Clara Wölfel, Annika Böving, Annika Erhardt, Leon Krempel

Von Annika Böving, Gero Apeligan

Seniorenheim bedankt sich für Weihnachtskarten

Eine große Freude machten unsere Schülerinnen und Schüler zwei Seniorenheimen in Coburg mit selbst gebastelten Weihnachtskarten. Das ASB-Seniorenzentrum „Am Park“ bedankte sich nun mit einer Antwortkarte.