Dass die Arbeitsbedingungen in vielen Ländern dieser Welt von deutschen Standards weit entfernt sind, davon hat jeder schon einmal gehört. Im Rahmen des Projekts „Arbeit und Ausbeutung“ gingen Schüler der 9. Jahrgangsstufe im Fach Evangelische Religionslehre diesem Problemfeld genauer auf den Grund und recherchierten, wie zum Beispiel der Alltag von Arbeitern auf Zuckerrohr- und Kakaoplantagen, in Steinbrüchen oder der Textilindustrie aussieht. Das Ergebnis: Die Situation vieler Männer, Frauen und vor allem auch vieler Kinder, die hier schuften, ist noch schlimmer als angenommen.

Gleichzeitig erstaunte es uns, dass viele Kinder in ärmeren Ländern gar kein grundsätzliches Verbot von Kinderarbeit wollen, sondern weiterhin dazu beitragen möchten, dass ihre Familien genug zum Leben haben – aber natürlich unter annehmbaren Bedingungen einschließlich der Möglichkeit Schulbildung zu erhalten. Und hier ist noch viel zu tun!

So langsam wächst auch in Deutschland das Bewusstsein dafür, dass wir mit unserem Konsumverhalten beeinflussen können, ob sich die großen Konzernchefs um eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den ärmeren Ländern dieser Welt bemühen. Es lohnt sich also beim Einkauf darauf zu achten, welche Produkte mit einem der zertifizierten Fair-Trade-Siegel gekennzeichnet sind. Und die gibt es nicht nur für Kaffee- oder Kakaoprodukte!

Die Ergebnisse zu ihren Themenfeldern hielten die Schülerinnen und Schüler auf informativen Plakaten fest, die im 1. Stock des Altbaus zu sehen sind.