Zwischen dem 23. und 26. Mai 2019 wählten rund 400 Millionen stimmberechtigte EU-Bürger ein neues Europäisches Parlament. Die Wahl wurde vorher in den Medien als „Schicksalswahl“ betitelt, einarbeitsfähiges europäisches Parlament und die Zukunft Europas standen auf dem Spiel.

Die Wahlbeteiligung in Deutschland war sehr hoch – erfreulicherweise höher als bei jeder vorangegangenen Wahl in der Geschichte des EU-Parlaments, also seit 1979, und lag bei 60 Prozent.
Im selben Zeitraum wählten Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Alexandrinum, von der 9. Jahrgangsstufe aufwärts, mithilfe des Projekts Juniorwahl. Das Projekt wird gefördert vom Europäischen Parlament, dem Deutschen Bundestag, dem Bundesfamilienministerium und der Bundeszentrale für politische Bildung.
Die Ergebnisse der alexandrinischen Europawahl sind zugleich erstaunlich und zukunftsweisend: Das abgebildete Säulendiagramm kontrastiert die Ergebnisse der Juniorwahl am Alex mit den ‚echten’ Wahlergebnissen in Deutschland.

Auffällig ist zunächst, wie sehr die Grünen aktuell im Interesse der Jugendlichen stehen, in Deutschland allgemein aber im Alexandrinum ganz besonders. Dieses wird auch außerhalb der Wahl an den Fridays-for-Future-Aktionen deutlich. Mehr noch als im bundesweiten Ergebnis der Junior- und auch der U18-Wahlen etablieren sich die Grünen als neue Volkspartei unter den jungen Wählern.

Am Alex hätten sie in dieser Wahl eine absolute Mehrheit mit 51,7 Prozent errungen. CSU und SPD erleiden unter den zukünftigen Wählern enorme Verluste (10,8% und 5,1%), genauso wie andere Parteien, wie z. B. die AfD, die nur 1,2 Prozent erzielen konnte. Unter den jungen Menschen am Alexandrinum finden deutlich weniger ihr Wahlprogramm attraktiv als im bundesdeutschen Vergleich.