„Nun komm, der Heiden Heiland“ oder „Let my light shine bright“ – die Sichtweise auf die Weihnachtsbotschaft ist im europäischen 16. Jahrhundert eine andere als im 20. Jahrhundert in Amerika. Dies bewies beeindruckend der Mittel- und Oberstufenchor des Alexandrinums, der bravourös diese Stilwechsel meisterte. Gerade die vielen unterschiedlichen musikalischen und gedanklichen Facetten zu diesem Thema, die von den Schülerinnen und Schülern dargeboten wurden, bezeugen aber die Zeitlosigkeit dieser Botschaft.

So trafen sich „alte“ und „neue“ Musik in der Pfarrkirche St. Marien und ermöglichten den Zuhörern ein Innehalten, das den mittlerweile leider normal gewordenen Stress der Adventszeit für eineinhalb Stunden vergessen ließ. Chöre, Percussiongruppe, Orchester und Band durchliefen diese musikalische Zeit- und Stilreise – so spielte u.a. die Band „Thank God it’s Christmas“ der Rockgruppe Queen, das Orchester Händels „Thema und Variationen in d-Moll“, oder die Percussiongruppe „Lost Christmas“, ein Eigenarrangement. „Hört der Engel helle Lieder“, gesungen vom Unterstufenchor und unterstützt von den Klassen 5c und 6a, führte dann wieder in eine neue Klangwelt. Besonders hervorheben muss man die Solistinnen des Abends: Clara Wölfel (q11) und Diana Weibert (10b), beide Sopran, Lucy Duong (q11), Violine sowie Sophia Ehrle (7d), Querflöte und Liu You Wei am Klavier, die den Mittel- und Oberstufenchor begleitete.

Im Vorfeld hatten sich Schülerinnen und Schüler im Religionsunterricht Gedanken zur Weihnachtsbotschaft gemacht, die zwischen den musikalischen Beiträgen vorgetragen wurden.

„May the Lord bless you and keep you” – das Vokalensemble nahm Gebet und Schlusssegen bereits voraus – mit dem gemeinsamen Lied „Von guten Mächten“, das vom Chor und Orchester ausgestaltet wurde, klang die Musikalische Andacht dann aus.

Wer die Andacht gerne nachhören will, findet unsere Aufnahmen online.