Ein Workshop mit der Fakultät Design der Hochschule Coburg
(Studiengänge Architektur und Innenarchitektur)

Das P-Seminar 2014.16 „Start UP! Schülercafé+“ (Leitfach Wirtschaft und Recht) beschäftigte sich mit der Planung eines Schülercafés am Gymnasium Alexandrinum Coburg.

Die Idee war, eine Begegnungsstätte für die Schüler zu schaffen, in der diese sowohl ihr Mittagessen verzehren als auch für die nächsten Stunden lernen oder nur entspannen könnten. Um dies zu ermöglichen, wurde in verschiedenen Gruppen gearbeitet: Mögliche Betreiberkonzepte wurden entworfen, Finanzierungskonzepte ausgearbeitet, Räume geplant und eingerichtet sowie mögliche Benefizveranstaltungen zur finanziellen Unterstützung dieses großen Vorhabens angedacht.

Schnell wurde festgestellt, dass zur Umsetzung dieses Projektes ein Anbau an die Aula nötig wäre, um den Bedürfnissen auch gerecht zu werden. Da das Seminar vor allem in der Raumgestaltung Hilfe benötigte, wurden Spezialisten der Fakultät Design der Hochschule Coburg, Herr Prof. Mario Tvrtkovic (Architektur) und Frau Prof. Barbara Fuchs (Innenarchitektur) zusammen mit einigen Studenten, zu einem gemeinsamen Workshop eingeladen. Ziel war es, ein Modell des Anbaus zu erstellen.
Nach der kurzen Vorstellungsrunde startete der Workshop mit einer Präsentation von Herrn Prof. Tvrtkovic. Unter dem Motto „Lebens- und Lernraum Schule – Wieso wir andere Schulen brauchen!“ bekamen die Schüler einen Einblick in die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten von Schulräumen, um diese effektiv nutzen zu können. Welche Arbeit Architekten bei besagtem Prozess leisten, wurde ebenfalls diskutiert. In der anschließenden Präsentation von Frau Prof. Fuchs lag der Fokus besonders auf der Farbgestaltung und Wirkung solcher Räume.
Danach übernahmen die Schüler des P-Seminars die Leitung, führten ihre Gäste durch das Schulgebäude und machten sie mit den räumlichen Gegebenheiten vertraut: durch die Aula, zum Oberstufenzimmer, über den Garten bis hin zur alten Terrasse. Die Schüler berichteten an den verschiedenen Orten über deren Nutzen und beantworteten die Fragen der Experten. Nach der Begehung stand deutlich fest, dass es unserem Gymnasium nicht nur an Platz für die gesamte Oberstufe mangelt, sondern allgemein zu wenig Ruhezonen für die Schulgemeinschaft zur Verfügung stehen. Die Notwendigkeit des geplanten Cafés wurde von allen Teilnehmern des Workshops bestätigt. Damit nun die Gäste eine Übersicht über die bereits geleistete Arbeit im P-Seminar bekamen, stellten die Schüler ihr Konzept vor. Hier wurde vor allem über die Nutzungsmöglichkeiten und Finanzierung des Cafés aufgeklärt.
Als Einstimmung und Vorbereitung auf den Modellbau und damit verbundene Arbeitstechniken zeigten Studenten einige ihrer am Computer erarbeiteten Modelle.
Mit den bereitgestellten Arbeitsmaterialien für den Modellbau musste das Seminar nun selbst in Arbeitsteilung Hand anlegen. Einige Schüler widmeten sich zusammen mit den Professoren dem Gebäudemodell, während das restliche Seminar und die Studenten Tische, Stühle und Küchenmöbel aus Pappe bauten und anschließend einen optimale Platz dafür auf dem Modell suchten. So konnte in kurzer Zeit ein vollständiges Modell erstellt werden und alle waren stolz auf das, was zusammen bewältigt wurde.

Die Grundlagen für ein Schülercafé sind in jedem Fall geschaffen!
Ein nächstes Seminar könnte die Ergebnisse und Gedanken weiterführen und Anbau sowie Schülercafé Realität werden lassen. Dies würde den Schulalltag sicherlich noch schöner gestalten!