Hochrangige Podiumsdiskussion am Gymnasium Alexandrinum Coburg

„Man muss ihnen die Lust nehmen, Nationen wie uns und die NATO angreifen zu wollen“ – mit vielversprechenden Worten setzte die Debatte vier Bundestagsabgeordneter sowie des Referenten für Sicherheitsfragen am Montag, den 13.02.2023, in der Aula des Gymnasiums Alexandrinum an. Zu Gast waren Jugendoffizier Hauptmann Sahm, Herr Schwarz der SPD, Herr Wagner von den Grünen als auch Herr Prof. Ullmann von der FDP und Herr Silberhorn von der CSU, um mit Schülerinnen und Schülern der Oberstufe aktuelle weltpolitische Themen zu debattieren.

Unter dem Titel „Putins langer Krieg gegen den Westen – Ursachen und Folgen“ wurde vor allem über Deutschlands Verteidigung gesprochen. Hauptmann Sahm betonte in diesem Zusammenhang die Rolle der Bundeswehr im internationalen Krisenmanagement, deren Verantwortung auf der Stabilisierung betroffener Regionen liegt. Die Notwendigkeit höherer Investitionen in die Verteidigung Deutschlands bekräftigten die Abgeordneten Silberhorn und Schwarz in Bezug auf den Russland-Ukraine Konflikt, aber auch auf China als systemische Herausforderung. Laut Silberhorn sei die Bundeswehr ihren Verpflichtungen der letzten Jahre zwar nachgekommen, aufgrund globaler Krisen aber auch der Nähe des aktuellen Krieges in der Ukraine sei es aber gerade jetzt erforderlich, die deutsche Verteidigung zu stärken.

Immer wieder wurde zudem von Herrn Wagner und Prof. Ullmann für mehr europäische Zusammenarbeit plädiert, um gegenüber Supermächten wie China standhaft bleiben zu können. In der Diskussion über China als wachsende Supermacht und das „Chinesische Jahrhundert“ zeigten sich alle Repräsentanten einig, dass diplomatische Annäherungen an China schwierig seien. Laut Wagner habe Europa jedoch die Chance, durch Zusammenarbeit und Diversifikation der Handelspartner, seine Abhängigkeit von China zu senken. Der SPD-Abgeordnete Schwarz fügt hinzu, dass freiwillige Angebote an China die beste Möglichkeit wären, um eine multilaterale internationale Ordnung zu etablieren, als Beispiel nannte er den Klima-Club.  Nachdem die Abgeordneten ihre Meinungen in einer geschlossenen Debatte ausgedrückt hatten, wurde diese eröffnet, sodass Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit hatten, eigene Meinungen zu äußern und aufkommende Fragen an die Abgeordneten zu stellen. Hierbei entwickelte sich eine interessante Diskussion über die Notwendigkeit einer allgemeinen Wehrpflicht, die deutsche Rolle in der internationalen Politik sowie die größten Gefahren für den Frieden im 21. Jahrhundert.

Marie Metz, Ann-Marie Beck (beide Q12)

 

Fotos von Johanna Boortz (Klasse 10b)