Das Ziel des diesjährigen Begabtenkurses, der von OStD Feuerpfeil durchgeführt wird, ist mit der frei erhältlichen Software Blender in die Welt der 3D-Graphik einzutauchen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begannen zunächst an Hand von einfachen Beispielen den Umgang mit der Software kennenzulernen.
Schneemann
Bei unserer ersten Zusammenkunft galt es zunächst, den Schritt vom zweidimensionalen Bildschirm in die dritte Dimension zu machen. Wir lernten den Umgang mit einfachen Objekten wie Kugeln, Zylindern und Kegeln kennen, wie man sie im 3d-Raum plaziert und verformt, um darauf einen Schneemann zusammenzustellen.
Ergebnisse unserer ersten Schritte:
- Bei der Erstellung
- Das Ergebnis
Mittelalterliches Haus
Am zweiten Termin machten wir erste Schritt in den Bereich Texturing: Hier geht es darum, die Oberfläche eines 3D-Objektes zu darzustellen, so dass ein realitischer Eindruck entsteht. Am Beispiel eines Holzbalkens, der zunächst nur aus einem Quader bestand, lernten wir die verschiedenen Oberflächeneigenschaften kennen:
- Color-Map: Bemalen der Oberfläche mit einer bestimmten Farben bzw. Bild
- Roughness-Map: Änderung des Reflexionsverhaltens an verschiedenen Stellen
- Normal-Map: Verformen der Oberfläche, so dass das Licht passend reflektiert wird
Hier die verschiedenen Stufen:
- Reines 3D-Objekt
- … mit Holzoberfläche
- … mit rauer Oberfläche
- … mit Reflexionsrichtungen
Abschließend wendeten wir die Technik an, um ein altes Fachwerkhaus zu erzeugen.
Weihnachtsbaum
Als wir uns im Dezember zur dritten Treffen einfanden, hatten die Kursmitglieder beschlossen, sich ganz der Weihnachtszeit zu widmen: An Hand eines Weihnachtsbaums lernten wir den Umgang mit Partikel-Systemen und machten erste Schritt in komplexere Figuren unter Ausnutzung von kleinen und großen Hilfsprogrammen, wie die Erstellung einer Lichterkette.
Vorbereitung des Baums
- Baum ohne Nadeln
- Hinzufügen von Nadeln mit Hilfe eines Partikelsystems
Verzierungen
- Weihnachtsstern
- Lichterkette und Kugeln
Das Endergebnis
- Fertiger Baum
Hängebrücke
In der vierten Stunde stand im Zentrum der Einsatz sogenannter Modifier. Das sind kleine Hilfprogramme in Blender, die es ermöglichen, mit geringem Aufwand komplexere Gebilde zu erzeugen, indem Objekte vervielfältigt, gespiegelt oder entlang bestimmter Kurven verbogen werden.
Die Szene, die wir mit dieser Technik erstellten, war eine nach einer realen Vorlage nachmodellierte Hängebrücke.
Zuerst die Straße:
- Straßenelement
- Mit Array-Modifier
- Steuerung der Oberfläche über sog. Nodes
Dann der Brückenbogen:
- Einzelelement – noch flach
- Verbiegung mit Hilfe eines Kurvenobjektes
- Szene aus drei Bögen mit Hintergrund
- Berechnetes Bild der Brücke
Tasse
Ganz im Mittelpunkt des fünften Treffens war der Umgang mit den grundlegendsten Elementen einer 3d-Software: Dem Umgang mit Punkten, Linien und Flächen. Obwohl diese ganz elementar sind, erfordert dies schon ein gutes Gespür zur Lage von Objekten im Raum und deren Vernetzung. Aus diesem Grund nahmen wir uns ein ganz einfaches Objekt vor: Jeder Teilnehmer suchte sich im Internet die Vorlage zu einer Tasse.
Die ersten Schritte waren ganz einfach, bis wir versuchten den Henkel zu modellieren. Hier zeigte sich schon deutlich, dass der Umgang mit der sogenannten Topologie von 3d-Objekten durchaus eine Herausforderung darstellen kann.
- Grundform – noch einseitig
- Modellierung des Henkels
- Tasse mit Füllung
Im Anschluss haben wir die Tasse mit einer Glastextur versehen und die Flüssigkeit im Inneren mit einem sog. volumetrischen Material gefüllt. Dabei ist für den Realismus wichtig, den passenden Brechungsindex zu finden. Dieser ist eine physikalische Größe, die aussagt, wie stark Licht beim Durchqueren des Glasmaterials durch die optische Brechung abgelenkt wird.
- Endergebnis
Abschlussprojekt: Schwebende Insel
Wir wollen eine Fantasie-Landschaft erzeugen. Aktuell sind wir noch auf dem Weg:
- Zunächst das 3d-Objekt
- dann mit Texturen
- und mit Hintergrund
Jetzt muss die Insel mit Leben erfüllt werden
- Gebäude in separater Datei
- Kombination
- und jetzt noch Bäume
Jetzt alles mit dem Hintergrund kombiniert:
Ergebniss der Abschlussprojekts: